DiVa Walk von Rulle bis Kalkriese

Unsere letzte Etappe, die letzten 15 Kilometer stehen an, ehe unsere Reise auf dem DiVa Walk durch das Osnabrücker Land endgültig zu Ende geht. Wir können uns auf viel Abwechslung, eine schöne Tour und knapp 170 Höhenmeter einstellen. Es wird ein rundes Finale werden. Die letzte DiVa Walk Etappe führt uns von Rulle bis nach Kalkriese, wo wir nahe der Varus Deele unsere Erkundungstour starteten.

Rulle sagt: Tschüss - bis bald!
Rulle sagt: Tschüss – bis bald!

Von der Marienquelle zum Piusberg

Wir brechen zu unserer Wanderung an der Pfarrkirche St. Johannes direkt neben der Marienquelle auf, die wir bei unserer letzten Etappe von Belm nach Rulle erreicht haben. Wir verlassen den Wallenhorster Ortsteil über die Klosterstraße und überqueren die Nette sowie die Ruller Straße. Ländlich geht es weiter über die Straßen Dammhus und Auf der Heide, ehe wir nach links in den Hundhügel – und der heißt wirklich so – einbiegen.

Am Hundhügel treffen wir auch schon auf den Hünenweg.
Am Hundhügel treffen wir auch schon auf den Hünenweg.

Ab jetzt bestimmen Sand-, Schotter- und Wiesenwege bis auf Weiteres das Bild auf dem DiVa Walk von Rulle nach Kalkriese. Wir bewegen uns nun am Rande des Piusbergs und erreichen bewaldetes Gebiet. Recht geradlinig führt uns der DiVa Walk zur Paul-Voßkühler-Schutzhütte und dann gemeinsam mit dem Hünenweg weiter bis zur Clemens Arkenstette Hütte.

Trotz Wald bleiben die Wege weitgehend sonnig.
Trotz Wald bleiben die Wege weitgehend sonnig.
Einige gewaltige Ameisenberge können wir am Wegesrand bestaunen. Denn auch an einem Ameisenlehrpfad kommen wir vorbei.
Einige gewaltige Ameisenberge können wir am Wegesrand bestaunen. Denn auch an einem Ameisenlehrpfad kommen wir vorbei.

Vom Steinberg nach Evinghausen

Dann erreichen wir den Wegteilungspunkt Mühlenort und sind überwältigt ob der Schildervielfalt, die uns hier erwartet. Friesenweg, Pickerweg, Wittekindsweg, Hünenweg und viele mehr geben sich hier ein Stelldichein. Wir folgen natürlich weiter unserem DiVa Walk, zu dem sich schon vor geraumer Zeit klammheimlich der Wittekindsweg gesellt hat. Er bleibt uns auch die nächsten zwei Kilometer am Hang des Steinbergs treu. Hier geht es nun auch leicht bergauf.

Schwer was los am Mühlenort!
Schwer was los am Mühlenort!

Am Ende des Steinbergs erreichen wir die Ruller Straße, halte uns kurz rechts und biegen dann nach links in die Straße Zur Lüchtenburg ein. Vorbei an einigen freistehenden Häusern geht es zwischen Wald und Feld weiter bis zum Uptruper Weg, der uns nach Evinghausen führt. Dort überqueren wir das weitläufige Gelände der Waldorfschule und folgen dann nach rechts der Straße Bonekampsheide, flankiert von Apfelbäumen. Dieses Stück Straße ist rund einen Kilometer lang und zieht sich ein bisschen hin…

Vom Steinberg geht es weiter nach Evinghausen.
Vom Steinberg geht es weiter nach Evinghausen.
Dort säumen Apfelbäume unseren DiVa Walk.
Dort säumen Apfelbäume unseren DiVa Walk.

Idyllische Rast am See

Wir überqueren sodann die Straße Im Hasselbrock und gehen schräg rechts gegenüber in den Wald. Zwischen hoch gewachsenem Nadelbaumbestand gehen wir über breitere, teils sonnige Wege weiter bis wir schließlich den Campingplatz und den Landgasthof Zum Alten Dreschhaus erreichen. Ein kleiner Badesee liegt direkt gegenüber der Gaststätte und ermöglicht uns eine kurze Rast in idyllischer Umgebung.

Der kleine See des Campingsplatzes bietet uns eine Gelegenheit zur Rast.
Der kleine See des Campingsplatzes bietet uns eine Gelegenheit zur Rast.

Dann setzen wir unsere Tour auf dem DiVa Walk fort und gehen nun wieder bergauf am Waldrand. Nach gut einem Kilometer orientiert sich unser Weg nach links, wir passieren eine Schutzhütte und biegen dann nach rechts ab. Letzt gehen wir auf die Schmittenhöhe zu – eine echte Kuriosität im Osnabrücker Land! Sie verfügt übrigens auch über einen eigenen, kleinen Wanderweg

Wir passieren die Schmittenhöhe-Schutzhütte.
Wir passieren die Schmittenhöhe-Schutzhütte.

Auf der Schmittenhöhe

Bei der Schmittenhöhe handelt es sich um einen topographisch erfassten Gipfel. Und tatsächlich thront auf ihr ein hölzernes Gipfelkreuz – sogar nebst Gipfelbuch! Das wird sogar ausgesprochen rege genutzt, wie wir den Einträgen der letzten Wochen entnehmen können.

Ebenfalls entnehmen können wir dem Kasten mit dem Gipfelbuch auch eine Erklärung zur Schmittenhöhe. Und die lässt uns wahrlich das Herz aufgehen. Denn diese Anhöhe auf dem Kalkrieser Berg ist keineswegs natürlich, sondern wurde von Menschenhand aufgeschüttet und zwar schon vor fast 150 Jahren!

Kurioser Gipfel mit kurioser Geschichte - die Schmittenhöhe.
Kurioser Gipfel mit kurioser Geschichte – die Schmittenhöhe.

Seinerzeit riet ein Arzt dem Besitzer des Gut Barenaus zu körperlicher Ertüchtigung. Der Mann entschied sich aus unerfindlichen Gründen zur Aufschüttung eines Aussichtshügels auf dem Kalkrieser Berg, der damals noch nicht bewaldet war und somit tatsächlich Weitblicke bot. Der Mann hob eine Grube aus und häufte das Erdreich nur 20 Meter entfernt wieder zu einem kleinen Berg auf. Die Grube können wir heute ebenfalls noch sehen.

Fräulein Schmidt stand Pate

Treusorgend kümmert sich seine Tochter täglich um den schwer ackernden Vater und brachte ihm seine Mahlzeit mittags auf den Berg. Diese Tochter hatte mit „Schmidt“ einen etwas ungewöhnlichen Rufnamen und wurde durch ihre Fürsorge zur Namensgeberin der Schmittenhöhe.

Natürlich tragen wir uns auch in das Gipfelbuch der Schmittenhöhe ein - Ehrensache!
Natürlich tragen wir uns auch in das Gipfelbuch der Schmittenhöhe ein – Ehrensache!

Einem preußischen Offizier, der durch die Gegend ritt, kam diese Geschichte bei einem Gläschen im örtlichen Wirtshaus zu Ohren und er hatte offenbar Sympathien für dieses etwas eigentümliche Bergprojekt und ließ die Schmittenhöhe in die offiziellen Karten eingetragen. So geht die Legende zumindest.

Abschluss an der Varus Deele

Wir steigen wieder herab aus luftiger Höhe und folgen dem DiVa Walk und seinen orangeblauen Markierungen nun über breite Wanderwege durch den Wald. Bald ist der Waldrand erreicht und entlang eines Feldes erreichen wir schließlich wieder den Wanderparkplatz, an dem wir fünf Etappen zuvor unsere Erkundungstour gestartet haben. An den Wochenenden können wir uns in der Varus Deele nun noch einen leckeren Kuchen und ein Getränk gönnen.

Die letzten Meter auf dem DiVa Walk führen uns zurück zum Wanderparkplatz nahe der Varus Deele.
Die letzten Meter auf dem DiVa Walk führen uns zurück zum Wanderparkplatz nahe der Varus Deele.

Warum will ich das wandern? Weil uns der DiVa Walk mit dieser Etappe ein wirklich hübsches Finale beschert.

Bewertung 
Natur ★ ★ ★ ★
Ausblicke ★  
Abwechslung ★ ★ ★
Romantik ★ ★ ★     
Final-Faktor ★ ★ ★ ★ ★

INFOS
Fernwanderweg, ca. 15,1 km lang
Höhenmeter: ca 166 m
Gehzeit: 4 Stunden
Schwierigkeit: leicht
Start: Pfarrkirche St, Johannes Rulle (Fürs Navi: Klosterstraße 9, 49134 Wallenhorst)

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Am Liebsten draußen und auf Wanderwegen unterwegs. Von Osnabrück über das Münsterland, von Rhein bis Mosel, vom Teuto bis zu den Alpen - kein Wanderweg ist vor mir sicher!
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