TERRA.track Königsbrück: Almfeeling!

Naturnah, idyllisch, romantisch, grün, tierreich, wasserreich, ruhig und ganz und gar zauberhaft. Damit ist das Wichtigste zum TERRA.track Königsbrück gesagt. Anfügen ließe sich noch, dass er mit dem Zuweg rund elf Kilometer lang ist und knappe 100 Höhenmeter auf uns warten. Wanderempfehlung. Dringend. Wer NOCH mehr wissen möchte, darf natürlich trotzdem gerne weiterlesen.

Vom Ortskern zum TERRA.track Königsbrück

„Sie gehen wandern? Hier? Im Neuenkirchener Umland?“, fragt uns die Dame mittleren Alters, die neben uns nahe der Christophorus-Kirche im Ortskern Neuenkirchens geparkt hat und uns dabei beobachtet, wie wir die Wanderschuhe schnüren. Sie fragt das ebenso interessiert wie skeptisch. Ich erkläre ihr, dass wir den neuen TERRA.track Königsbrück ausprobieren wollen. Das löst das Fragezeichen in ihrem Gesicht nicht wirklich auf und ich frage mich, was uns hier heute wohl erwartet. Etwas skeptisch bin ich selbst und erwarte keinesfalls das, was sich uns wenig später bieten wird.

Das Bild zeigt im Vordergrund eine Wiese, im Hintergrund drei Reiter und einen Fachwerkhof.
Kaum haben wir Melle-Neuenkirchen verlassen, finden wir uns in Pleasantville wieder.

Wir wandern los und folgen der blauen Markierung des Zuwegs zum TERRA.track Königsbrück. Den Zuweg verlieren wir allerdings umgehend aus den Augen und gehen dann einfach nach Handy-Navigation bis zum Startpunkt auf dem eigentlichen Track an der Straße Westring. Der Zuweg ist etwa einen Kilometer lang, so dass sich die Gesamtstrecke auf etwa elf Kilometer erhöht, wenn man im Ortskern parkt.

Das Bild zeigt im Vordergrund das Schild des TERRA.track Königsbrück, im Hintergrund Meike und den Bauernhof. Links ist ein kleiner Bach zu sehen.
Der TERRA.track Königsbrück führt uns an einem Bauernhof vorbei.

Plötzlich Alm-Feeling

Der Ortsrand ist schnell erreicht, ebenso wie die rot-weißen Markierungen des TERRA.tracks Königsbrück. Sogleich führt er uns über eine Wiese leicht bergab mit schönen Blicken über das hügelige und sehr grüne, ländliche Umfeld links, rechts und auch vor uns. Wir passieren einen kleinen Bachlauf und einen Bauernhof, von dem aus uns einige Kühe neugierig beäugen.

Das Bild zeigt Meike auf dem TERRA.track Königsbrück, der hier zwischen zwei Koppeln verläuft.
Links und rechts ist der Weg zwischen den Koppeln von Zäunen begrenzt.

Es bleibt weiter grün und ländlich, wir wandern zwischen Weiden und Koppeln, nun wieder leicht bergauf gehend. Außer dem Bauernhof weit und breit keine Gebäude zu sehen, fast kommt so etwas wie Alm-Feeling auf. Und es fühlt sich kein bisschen so an, als wären wir nur eine halbe Stunde Fahrtzeit von Osnabrück entfernt.

Das Bild zeigt einen Wiesenweg, links einen Zaun und im Hintergrund einen Hof.
Am Ende des Zauns wartet ein schöner, neuer Rastplatz auf uns.

Die grünen Hügel Neuenkirchens

Wir erreichen einen nagelneuen, überdachten Rastplatz und gönnen uns eine kleine Pause mit herrlichem Blick auf die grünen Hügel Neuenkirchens. Anschließend macht der TERRA.track Königsbrück einen kleinen Bogen und führt uns einige Meter an der Wertherstraße entlang, die wir schließlich queren. Und schon wieder geht es mitten über eine Wiese weiter, jetzt wieder leicht bergab.

Das Bild zeigt Meike auf einem Wiesenweg, im Hintergrund ist ein Bauernhof zu sehen.
So viele Wiesenwege kennt man sonst wahrlich nur von Almrunden!

Ein kleines Stück geht es durch einen Wald, dann rund hundert Meter über die Heimkestraße und dann nach links ab. Wieder ein kleiner Flusslauf, der hier Anfang April zu Teilen mit dem Wanderweg identisch war. Festes Schuhwerk empfiehlt sich nicht nur für diesen Abschnitt – insgesamt kann es recht matschig zugehen an einigen Stellen. Aber das erhöht nur noch einmal den Almfeeling-Faktor auf dem TERRA.track Königsbrück.

Hasen, Rehe und ein Pferdehof

Ein Stück geht es zwischen Bäumen und einem Feld weiter, dann wieder zwischen Weiden und Koppeln weiter. Wir bekommen inzwischen fast Schnappatmung, so begeistert sind wir von der uns umgebenden Idylle. Und dann hoppeln auch noch drei Hasen, gefolgt von einem Dutzend (!) Rehen über unseren Weg. Uns dagegen hüpft das Herz vor Wanderglück.

Das Bild zeigt Meike auf dem TERRA track Königsbrück. Rechts sind mehrere Pferde zu sehen, im Hintergrund ein Bauernhof.
Dass uns der TERRA.track Königsbrück nun an einem Pferdehof vorbei führt, ist unübersehbar.

Dann erreichen wir mit dem Pferdehof Kollmeyer und der kleinen Siedlung Suttorf kurz wieder bebautes Gebiet. Doch die unzähligen Pferde und die schmucken, gepflegten Fachwerkhäuser schmälern unser Wandervergnügen kein bisschen – im Gegenteil! Der TERRA.track Königsbrück bleibt sich treu und führt uns weiter zwischen Wiesen und Koppeln.

Das Bild zeigt einen blühenden Baum und im Hintergrund einen großen Fachwerkhof.
Auch das nähere Umfeld des Pferdehofs kann sich sehen lassen!

An der kleinen Wolga

Wir erreichen den Flusslauf der Warmenau. Sie ist ein rund 18 Kilometer langer Nebenfluss der Else und entspringt im Norden der Stadt Werther am Hang des Teutoburger Waldes. Hier, am TERRA.track Königsbrück, ist sie ein fröhlich plätschernder, friedlicher Bachlauf. An ihrem Ufer entdecken wir ein ungewöhnliches Ensemble, eine Art Kriegerdenkmal. Und einen Hinweis auf einen Grenzbach, der den Namen Kalinka-Bach trägt. Und den Hinweis, dass die Warmenau wohl den Beinamen „Kleine Wolga“ trägt.

Das Bild ist eine Collage aus drei Fotos. Sie zeigen den Fluss Warmenau, den Kalinka-Bach und das Kriegerdenkmal.
An der kleinen Wolga treffen wir am TERRA.track Königsbrück auf ein ungewöhnliches Ensemble.

Wir queren den Fluss, gehen ein Stück weiter über Wiesen, dann durch einen kleinen Wald und treffen den Fluss schließlich wieder und begleiten ihn nun ein Stück direkt an seinem Ufer. Dann biegt der TERRA.track Königsbrück nach rechts ab, führt an einem kleinen Weiher vorbei und durch die Auewiesen der Warmenau. Das ist genauso idyllisch wie es klingt.

Das Bild zeigt eine Collage aus drei Fotos. Zu sehen ist die Waremnau, ein kleiner Weiher und das Schild des TERRA track Königsbrück.
Entlang der Warmenau und durch die Auewiesen führt uns der TERRA.track Königsbrück.

Zum Wasserschloss Königsbrück

Es folgt ein kleiner Abschnitt zwischen Bäumen und Feldern, der Weg führt uns vorbei an der Ortschaft Bardüttingdorf, über die Düttingdorfer Straße und dann auf einer langen Geraden durch den Wald. Am Ende der Geraden erreichen wir wieder die inzwischen angewachsene Warmenau und folgen ihr, bis wir den Namensgeber unseres TERRA.tracks treffen. Zu unserer Linken sehen wir nämlich nun schon jenseits zweier Wassergräben die schmucke Flanke des Wasserschlosses Königsbrück.

Das Bild zeigt Meike auf dem TERRA track Königsbrück, rechts ein Haus, links den kleinen Dorfteich.
Nur wenige Häuser säumen hier unseren Weg, über einen eigenen Dorfteich verfügen sie trotzdem.

Dessen Gelände umrunden wir nun einmal fast komplett, passieren die alte Niedermühle, die winzige Siedlung, die sich ihr anschließt und die über einen eigenen hübschen Dorfteich blickt. Ja, auch das ist genauso malerisch, wie es klingt. Um den Teich gehen wir herum und biegen danach nach links ab und erreichen nun das Hauptportal des Schlosses Königsbrück. Zur Rechten liegt eine wahre Sumpflandschaft, die Bäume ragen aus dem Wasser hervor, zur Linken umgeben zwei Gräften das unglaublich gut erhaltene und gepflegte Schloss.

Das Bild zeigt den Wassergraben von Schloss Königsbrück.
Als Nächstes erreichen wir auf dem TERRA.track Königsbrück das namensgebende Wasserschloss, das von zwei Gräften umschlossen ist.

Die Burg wurde 1488 erstmals erwähnt, 1627 ausgebaut und 1841 teilweise abgebrochen. Sie befindet sich im Besitz der Familie von Richthofen, die das Schloss mit erheblichen Finanzmitteln vor dem Verfall rettete. Sehr erfolgreich, wie wir begeistert feststellen.

Das Bild zeigt das Hauptportal von Schloss Königsbrück.
Das Hauptportal von Schloss Königsbrück

Rückkehr nach Neuenkirchen

Ab dem Schloss geht es gewohnt weiter auf dem TERRA.track Königsbrück. Über Feldwege zwischen Wiesen erreichen wir die Bielefelder Straße, queren sie und sind nun schon wieder auf dem Westring, auf dem wir alsbald den Ausgangspunkt unserer Tour auf dem TERRA.track Königsbrück wieder erreichen. Wir nehmen uns vor, diesen Weg noch einmal zu gehen, wenn die Natur voll erblüht ist. Zu warm darf es dann allerdings nicht sein, Schatten gibt es auf dieser Strecke kaum. Wer Sonne tanken will und ländliche Idylle liebt, ist hier aber ganz genau richtig!

Das Bild zeigt im Vordergrund die Wegmarkierung des Terra track Königsbrück und im Hintergrund eine Bank.
Zum Sonnetanken gibt es auf dem TERRA.track Königsbrück reichlich Gelegenheit!

Warum will ich das wandern? Weil es in der näheren Umgebung wohl kaum eine idyllischere Runde gibt als den TERRA.track Königsbrück. Man sollte allerdings einen sonnigen Tag abwarten, erst dann entfaltet der Weg seine ganze Pracht.

Bewertung
Natur ★ ★ ★ ★ ★  
Ausblicke ★ ★ ★  
Abwechslung ★ ★ ★ ★
Romantik ★ ★ ★ ★ ★
Almfeeling-Faktor ★ ★ ★ ★ ★

INFOS
Rundwanderweg, ca. 11 km lang
Höhenmeter: 107 m
Gehzeit: 3 Stunden
Schwierigkeit: leicht
Start: Parkplatz nahe der Christophorus-Kirche

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About Wandervogel77

Am Liebsten draußen und auf Wanderwegen unterwegs. Von Osnabrück über das Münsterland, von Rhein bis Mosel, vom Teuto bis zu den Alpen - kein Wanderweg ist vor mir sicher!
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2 thoughts on “TERRA.track Königsbrück: Almfeeling!

  1. Sie haben den Weg wirklich wunderbar beschrieben – Meine Heimat – mit richtig viel Wohlfühlfaktor!
    Einzig die Richtung, die die Pfeile auf der Karte anzeigen sind genau entgegen gesetzt zur Route, die Sie gewandert sind und die Sie beschrieben haben! Aber das macht sicherlich dem Wanderfeeling nichts aus. So hatten Sie den Namensgeber, das Schloss Königsbrück, als letztes auf Ihrer Route.
    Ob rechtsrum oder linksrum … egal: Herzliche Einladung, noch einmal nach Neuenkirchen zu kommen!

    1. Wir haben es sehr genossen und kommen auf jeden Fall gerne wieder 🙂 Freut mich sehr, dass ich die Tour offenbar treffend beschreiben konnte, wenngleich ich meine, dass es sogar NOCH schöner war, als ich in Worte fassen konnte. Die Kartendarstellung ist der Einfachheit halber von TERRA.vita übernommen, daher die umgekehrte Pfeilrichtung. Ich denke aber, das Schloss am Ende als Highlight zu haben, ist keine schlechte Wahl 🙂

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