TERRA.track “Ganz oben” in Georgsmarienhütte

„Die wahrscheinlich sportlichsten fünf Kilometer in Georgsmarienhütte“, so beschreibt es die Stadt Georgsmarienhütte auf ihrer Homepage und meint damit den TERRA.track Ganz oben. Und der wiederum trägt diesen Namen, weil er tatsächlich auf den höchsten Punkt im nördlichen Teutoburger Wald führt, auf den Dörenberg. Der ist stattliche 331 Meter hoch und wir haben auf unserer Wanderung davon immerhin 231 Höhenmeter mittels Wadenkraft zu erklimmen.

Wir beginnen unsere Rundtour und die „Gipfelbesteigung“ am Wanderparkplatz „Am Brunnen“ im Eichendorffweg in Georgsmarienhütte. Die rot-weißen Hinweissschilder des TERRA.tracks geleiten uns hier wenige Meter bis zu einer Weggabelung, an der wir uns für eine Richtung entscheiden müssen. Sportlich wird es so oder so, daran wird auch die Richtung nichts ändern, daher lassen wir die Münze entscheiden und die sagt: gegen den Uhrzeigersinn. Somit halten wir uns rechts.

Ganz oben - der Name des TERRA.tracks in Georgsmarienhütte ist Programm. Wir wandern wirklich bis ganz nach oben!
Ganz oben – der Name des TERRA.tracks in Georgsmarienhütte ist Programm. Wir wandern wirklich bis ganz nach oben!

Auf stillen Waldwegen bergauf

Zunächst geht es auf beschaulichen Waldwegen nur langsam bergauf.
Zunächst geht es auf beschaulichen Waldwegen nur langsam bergauf.

Etwa einen knappen Kilometer schlendern wir auf breiten, stillen Waldwegen leicht bergauf dahin und denken uns, dass man bei der Stadt Georgsmarienhütte offenbar recht leicht sportlich gefordert ist und lächeln in uns hinein. Doch dann zieht der Weg an und wir zunehmend steiler.

Mit kräftigen Steigungen schraubt sich der Weg nun den Dörenberg hoch, wir schrauben mit. Und ja, nun wird es auch tatsächlich schweißtreibend. Wir überqueren einen breiteren Weg, an dem auch mehrere andere Wege verlaufen. Eigentlich führt der TERRA.track Ganz oben nun ohne weitere Umschweife geradeaus und noch weiter in die Höhe, aber hier lohnt es sich, kurz nach links abzubiegen.

Die 230 Höhenmetern müssen wir uns mit ehrlicher Wadenarbeit verdienen...
Die 230 Höhenmetern müssen wir uns mit ehrlicher Wadenarbeit verdienen…

Abstecher der Aussicht wegen

Auf dem Bild nur zu erahnen - aber hier stellt sich wirklich ein bisschen Gipfelgefühl ein!
Auf dem Bild nur zu erahnen – aber hier stellt sich wirklich ein bisschen Gipfelgefühl ein!

Zum Einen gibt uns das die Möglichkeit, kurz durchzuschnaufen, denn nach links verläuft der Weg fast eben. Zum Anderen – und das ist viel ausschlaggebender – bietet sich von hier die aktuell wohl beste Aussicht vom Dörenberg. Denn an diesem Weg hat Sturmtief Friederike im Februar 2018 besonders heftig gewütet und dankenswerterweise für uns eine Schneise freigelegt, durch die wir einen ganz hervorragenden Blick auf Georgsmarienhütte haben. Hier stellt sich dann auch das Gefühl ein. Etwas geboten zu bekommen für die Anstrengungen, die wir auf uns genommen haben.

Würden wir diesem Weg nun einfach weiter folgen, träfen wir wenig später übrigens schon wieder auf unseren TERRA.track Ganz oben, der sich dort allerdings schon im Abstieg befindet. Abkürzen wollen wir aber freilich nicht und gehen daher zurück zur Kreuzung und folgen dem Weg weiter bergauf.

Der Hermannsturm - in besseren Zeiten ein toller Aussichtsturm.
Der Hermannsturm – in besseren Zeiten ein toller Aussichtsturm.

Ganz oben

Ein schmaler Steig führt uns zunächst bergab...
Ein schmaler Steig führt uns zunächst bergab…

Einige Schweißperlen später ist der Kammweg auf dem Dörenberg erreicht und nun sind auch die Steigungen so gut wie geschafft. Ganz moderat bergauf geht es das letzte Stück bis zum Hermannsturm, der auf dem Gipfel des Dörenberg thront. Eine Aussicht bietet uns der aktuell leider nicht, da er schon seit Oktober 2016 wegen Baumängeln gesperrt ist. Was mit ihm passieren wird, ist bis heute unklar. Doch irgendwann wird es hier sicherlich wieder eine so spektakuläre Aussicht geben wie in den Jahren 1975 bis 2016, als der Hermannsturm noch begehbar war.

Uns bleibt also nichts anderes übrig, als den Turm links liegen zu lassen und unseren Weg auf dem TERRA.track Ganz oben fortzusetzen. Und der schlägt sich nach etwa 200 Metern nach links ins Unterholz. Nach gut, nicht ganz, aber merklich schmaler ist der Weg hier und führt direkt steil bergab.

Über breite Forstwege geht es dann wieder ganz nach unten...
Über breite Forstwege geht es dann wieder ganz nach unten…

Auf breiten Forstwegen zurück

Wanderwege-Treffpunkt und Ausgangspunkt und Ziel unserer Tour auf dem TERRA.track Ganz oben.
Wanderwege-Treffpunkt und Ausgangspunkt und Ziel unserer Tour auf dem TERRA.track Ganz oben.

Am Ende des schmalen Steigs halten wir uns links und befinden uns nun wieder auf dem Weg, von dem wir zuvor schon die schöne Aussicht genossen haben. Doch nur ein kleines Stück folgen wir ihm, ehe es für uns wieder nach rechts geht. Über einen breiten Forstweg geht es nun bergab, eine Weitsicht bleibt uns hier jedoch durch die Bäume weitgehend verwehrt. Lichten sie sich doch einmal blicken wir vor allem auf den benachbarten grünen Reremberg. Gut 1,5 Kilometer geht es so stetig bergab bis wir schließlich die Kreuzung wieder erreichen, an der wir zuvor die Münze geworfen haben.

Wer übrigens eine weniger sportliche Variante zur Besteigung des Dörenbergs bevorzugt, der ist mit dem TERRA.track Kneipp to go gut beraten.

Ohrwurm für diese Wanderung: Top of the world

Warum will ich das wandern? Derzeit in erster Linie, um Kalorien zu verbrennen. “Ganz oben” ist vor allem eine echt sportliche Einheit. Neben der körperlichen Ertüchtigung wartet aber auch lauschige Waldatmosphäre auf uns, die ebenfalls ihren Charme hat. Und sobald der Hermannsturm wieder in Betrieb ist, gibt es noch einen weiteren sehr guten Grund für diese Tour.

Bewertung
Natur ★ ★ ★ ★
Ausblicke ★ ★ ★ (mit Abstecher)
Abwechslung ★ ★
Romantik ★
Gipfel-Faktor ★ ★ ★ ★ ★

INFOS
Rundwanderweg, 5 km lang
Höhenmeter: 231 m
Gehzeit: 2 Stunden
Schwierigkeit: schwer
Start: Wander-Parkplatz “Am Brunnen”

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About Wandervogel77

Am Liebsten draußen und auf Wanderwegen unterwegs. Von Osnabrück über das Münsterland, von Rhein bis Mosel, vom Teuto bis zu den Alpen - kein Wanderweg ist vor mir sicher!
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